Exklusiv-Interview mit powergap PDF

Interview mit Robert Zajonz, Geschäftsführer von RZ Internet Consulting über die Shopsoftware Powergap.

"Wenn ein Kunde fragt in welcher Suchmaschine er sich listen lassen soll, sage ich immer „in allen“. Das wird meist belächelt. Ich finde als Shopbetreiber muss man sich hier aber disziplinieren und solche Mühen nicht scheuen. "



Herr Zajonz, bitte schildern Sie unseren Lesern kurz Ihr Unternehmen und die Shoplösung.


POWERGAP ist weit mehr als eine Shopsoftware. Es ist ein „System“ das sowohl einen modernen und mit neusten Features ausgestatteten eShop nach außen hin repräsentiert, als auch komplett integrierte Warenwirtschaftsfunktionen abbildet, die einem Onlinehändler helfen sämtliche seiner Geschäftsprozesse mit „einer“ Software zu steuern. Wer sich die Mühe macht die auf
powergap.de verlinkte Featureliste durchzuschauen wird rasch erkennen, dass man mit diesem Werkzeug enorm viel abdecken kann.
Wir haben uns auf eine Lösung für Unternehmen konzentriert, die auch bei raschem Wachstum nicht die Software wechseln müssen und sich bei der dabei erforderlichen Technik auf einen kompetenten und zuverlässigen Partner verlassen möchten. Zu unseren Referenzen gehören sowohl klein und mittelständische Unternehmen, als auch internationale Firmen, deren Onlineshop über 50 Mio. Umsatz mit POWERGAP bewältigt und dabei keine externe Wawi benötigt. Wichtig ist auch die dauernde Weiterentwicklung des Systems um unseren Shopbetreibern auf dem Markt immer einen Vorsprung vor der Konkurrenz zu waren. Sei es mit optischen Finessen aber auch mit Marketingtools, wozu natürlich auch die Schnittstellen zu den Preissuchmaschinen gehören. Dinge wie „intelligentes Suchsystem“ , Ebay-Auktionsabwicklung oder die perfekt integrierte Suchmaschinenfreundlichkeit von POWERGAP komplettieren eine wirklich ausgewachsene und zu einem Preis ab 99 EUR monatlicher Miete unglaublich ausgestattete Software.


Herr Zajonz, zu welchen Preisvergleichsportalen/Preissuchmaschinen bietet Ihre Shoplösung vorhandene Schnittstellen? Sind weitere geplant? Wenn ja zu welchen? Wie viele Ihrer Kunden nutzen Preisportale als Online-Marketinginstrument?

Derzeit bietet POWERGAP Schnittstellen zu 28 Preisvergleichsportalen/-suchmaschinen. Die wichtigsten sind amazon.de, base.google.de, billiger.de, ciao.de, dooyoo.de,
elm@r, evendi.de, froogle.de, geizhals.at, geizkragen.de, idealo.de, kelkoo.de, mentasys.de, pangora.com, preisfrosch.de, preisroboter.de, preisvergleich.org, pricerunner.de, preissuchmaschine.de, preistrend.de, rockbottom.de, schnaeppchenjagd.de, shopping.com, shopping.at, shopwahl.de/leguide.com, toppreise.ch, vertical-commerce.de, yatego.de. Sobald uns ein Shopbetreiber darauf anspricht, dass es eine neue interessante Preissuchmaschine gibt, die sich in den klassischen Suchmaschinen wie Google schon ein gutes Ranking erarbeitet haben, so ziehen wir diese natürlich sofort nach.
Selbstverständlich lassen sich Klickzahlen und über die Schnittstellen generierte Umsätze in der Statistik anzeigen. Das ist wichtig, um auch sicher zu gehen, dass die Preissuchmaschine richtig abrechnet. Ich kann zumindest einen Fall bestätigen, wo eine Preissuchmaschine 10 mal so viel Klicks abrechnen wollte als tatsächlich passiert waren. Da musste sogar eine mühsame Auswertung der Server-Logdateien her. Auch konnten wir schon mal beobachten, wie von einer Preissuchmaschine innerhalb 40 Sekunden 30 Klicks von derselben IP in den Shop kamen. Ist sicher nicht die Regel, aber das sollte man bei Verdacht auch mal auswerten.


Mit welchen Kosten muss ein Kunde für eine zusätzliche Schnittstelle zu einem neuen Preisportal rechen?

Wenn es ein Portal ist, das für alle POWERGAP-Shopbetreiber interessant ist dann programmieren wir dies kostenlos. Sind es sehr spezifische oder brancheneigene Preissuchmaschinen, oder welche, die in der Entwicklung etwas schwieriger umzusetzen sind berechnen wir den Stundenaufwand. Bisher hat es nie länger wie 1-2 Stunden gedauert um eine neue Schnittstelle einzubinden. Einzige Ausnahme ist Yatego, wenn man dort branchenspeziell Artikel einliefern möchte. Da ist es aufgrund der sehr komplexen Schnittstelle deutlich schwieriger die Lösung kostengünstig zu realisieren.


Herr Zajonz, Beschreiben Sie kurz den Aufwand (zeitlichen und technische Anforderungen) für einen Ihrer Kunden seine Angebote auf einem Preisvergleichsportal zu platzieren. Beispielsweise anhand der Basisvorrausetzungen, die z.B. Pangora vorgibt (AGBs, Lieferbedingungen, transparente und sicher Zahlungsabwicklung und Preise, Alternativen zur Vorauszahlung, Bilder und Produktbeschreibungen, Links auf die Produkte, deutschlandweiter Versand, Einhaltung des Jugendschutzes, Impressum, Unternehmensprofil und Logo wurden hochgeladen, die Bestimmungen des Paypal-Portals)

Die Anmeldung bei den meisten ist recht schnell erledigt. Oft nur ein kurzes Faxformular. Meist lohnt aber das persönliche Gespräch, da die Preisvorstellungen je Klick teils etwas überzogen sind und man da durchaus nach verhandeln sollte. In der Shopverwaltung selbst ist es dann nur ein Mausklick(oder Cronjob). Entweder steht dann eine Datei fertig auf dem Shopserver für die Preissuchmaschine zum Download bereit, oder (was natürlich umständlich ist) es verlangen einige, dass man den Content manuell über einen LogIn hoch lädt.


Herr Zajonz, Sie planen eine eigene Preisvergleichsseite. Wie weit ist die Entwicklung? Wann werden Sie online gehen? Was sind Ihre USPs zum Wettbewerb?

Wir sind in der Entwicklung einer eigenen Plattform die aber erst zum Ende des Jahres online gehen wird. Wir haben sehr hohe Ansprüche an die Umsetzung. Werden auch Technologien wie Ajax mit einbinden um die Usability für den Besucher so optimal wie möglich zu gestallten. Auch optisch wird diese Lösung sich wie wir denken deutlich absetzen. Ob dies später aber zu dem erhofften Vorteil für den Besucher führt bleibt abzuwarten. Wir werden sicher ein ganzes Jahr benötigen, um mit Erfahrungswerten das System stetig zu verbessern. Keiner kann heute behaupten mit dem ersten Release die 100% Lösung auf dem Markt zu plazieren. Es gibt sehr viele und man muss man schon deutlich mehr an Mühen investieren, um hervorzustechen. Ist ja bei Shopsystemen auch nicht anders. Der wichtigste Part wird natürlich das Marketing sein. Kooperationen mit anderen Portalen lassen sich nur schwierig schon im Vorfeld realisieren. Hier wird es also erst mit dem Startschuß losgehen. Das schöne ist, dass wir auf jeden Fall die vielen Artikel der POWERGAP Shops bereits im Portal anbieten können. Das wird den Start deutlich einfacher machen.


Herr Zajonz, wie schätzen Sie den Nutzen des „Branchenführers Preisvergleichsportale 2007“ für Shopbetreiber, insbesondere für Ihre Kunden ein.

Es ist wichtig, dass Shopbetreiber erfahren, wo sie überall präsent sein sollten. So eine Übersicht fehlte bisher. Besonders auf die Produktgruppe bezogen. Schon die enorm guten Plazierungen bei Google lassen erkennen welchen Stellenwert die Nutzung jeder noch so kleinen Preissuchmaschine hat. Wenn uns ein Kunde fragt in welcher Suchmaschine er sich listen lassen soll, sage ich immer „in allen“. Das wird meist belächelt. Ich finde als Shopbetreiber muss man sich hier aber disziplinieren und solche Mühen nicht scheuen. Eine einzelne Preissuchmaschine kann sehr sicher keine Bäume ausreißen in der Umsatzstatistik eines Shops, aber wenn bei einem Produkt-Suchwort in Google 8 von 10 Einträge durch Preissuchmaschinen belegt sind, dann muss man schauen, dass man auch in möglichst allen präsent ist um die Chancen hoch zu halten, dass der Suchende über den eigenen Shop stolpert.

Herr Zajonz, obwohl Preisportalmarketing das erfolgreichste Onlinewerbeformat ist, sind weniger als 10% der Shops auf Preisportalen gelistet. Haupthindernis sind die unterschiedliche Datenqualität von den Shops und unterschiedliche Anforderungen der Preisportale an die Daten. Ein einheitliches Format wie z.B. die Shopinfo.xml von elm@r würde allen Beteiligten helfen. Wie sehen Sie die Situation? Welche Entwicklungen würden Sie sich als Shopsoftwarehersteller wünschen?

Das ist schwierig zu beantworten. „Weniger als 10%“ scheint tatsächlich nicht viel. Aber was wäre, wenn die Zahl bei 90% liegen würde? Wenn ich heute einen neuen Plasma-TV suche bekomme ich in einigen Preissuchmaschinen den gleichen Typ bei mehr als 40 Händlern zu kaufen. Dabei dreht sich alles nur um den Preis. Die meisten Shopnamen sagen mir aber nichts. Ich wünschte mir als Konsument (einige Portale haben da schon einen Ansatz) dass mir das Portal an der ersten Stelle nicht das günstigste Angebot anzeigt, sondern 3 Kriterien zu einer Kennzahl vereint. Preis(50%), Lieferzeit(20%) und Händlerbewertung(30%). Jeder spart ja mal gerne einen Euro, aber ich bezahle auch gerne 20 Euro mehr für einen 1.000,-€-TV, wenn sofort geliefert werden kann, andere Kunden mit dem Händler zufrieden waren und auch Dienstleistungen nach dem Kauf mit diesem Händler gut abgewickelt worden sind. Beispiel Garantiefälle.

Genau nach so einem Prinzip werden wir jedenfalls bei unserem eigenen Portal sortieren. Dem Konsumenten also aktiv helfen die „richtige Entscheidung“ zu treffen. Sei es in der Produktwahl aber auch der Händler/Shopwahl!
Das einheitliche Format wie
elm@r begrüßen wir natürlich. Das wird in Zukunft sicher weiterhelfen. Was noch fehlt ist ein Unternehmen, was die Shopdaten von einem Shop entgegen nimmt und bei X Preissuchmaschinen einstellt. So dass man als Shopbetreiber nicht 30 Verträge unterschreiben muss, sondern alles über einen Partner läuft. Das wäre prima. Wir sind mit Programmierung ausgebucht, aber evtl. fehlt ja jemandem eine Geschäftsidee? :-)


mpEXPERT wird in kürze solch einen Service anbieten!


Herr Zajonz, erfragen Sie über Ihren Support die Conversionrate Ihrer Händer? Wie hoch ist der Durchschnittlich? Unterscheiden sich die einzelnen Preisportale signifikant? Was beeinflusst Ihrer Erfahrung nach die Conversionrate am stärksten?


Nein, die Conversionrate erfragen wir nicht. Das müsste man die Shops fragen, die diese Informationen natürlich aus den Statistiken ersehen. Was die Conversionrate beeinflußt, da könnte man evtl. ein ganzes Buch drüber schreiben. Da gehen aber auch die Meinungen und selbst die Forschungsergebnisse sehr auseinander. Sicher gehören zu den Hauptpunkten die Vertrauenswürdigkeit des Shops (diese kann man auch mit guter Optik unterstützen), der Bestellablauf und die Bezahlmöglichkeiten (z.B. Kreditkarte).


mpEXPERT plant ein „Get Together“ von Preisportalbetreibern, Shopsoftwareherstellern/Entwicklern und Shopbetreibern. Würden Sie teilnehmen? Welche Erwartungen hätten Sie an dieses Treffen? Was wünschen Sie sich an Erfahrungen und Ergebnissen?

Sehr gerne. Schließlich ziehen wir alle am selben Strang und können mit gemeinsamen Ideen und Verbesserungen nur weiter wachsen. Erwartungen? Das gemeinsame Datenformat zu festigen und evtl. mein insgeheimer Wunsch nach der Möglichkeit für einen Shopbetreiber nur einen Vertrag abzuschließen mit der Möglichkeit bei X Portalen gleichzeitig einzustellen.


Herr Zajonz, vielen Dank für das Interview.
Gesprächspartner war Thomas von Hören


Webadresse: www.powergap.de 

 

 
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