| Exklusiv-Interview mit Brandeurope.de |
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Interview mit Yildirim Balci Geschäftsführer der Brand Europe GmbH über sein Vergütungsmodell „Clickflatrate“ die Besonderheiten bei der Vermarktung von Preisportalwerbeflächen und die Vorteile eines speziellen Preisportalchannel. „Ein Channel ist für den Werbekunden genau so viel wert wie gute einzelne Websites. Hier wird eine identische Zielgruppe angesprochen und daher wäre für den Kunden garantiert, dass seine Werbung hier „funktioniert“. Herr Balci, bitte schildern Sie unseren Lesern kurz Ihr Unternehmen und Ihr Angebot.Die Brand Europe GmbH vermarktet hochwertige Websites auf Basis performanceorientierter Werbekampagnen. D.h. die Kampagnen werden nach Erfolg – in unserem Fall nach erfolgtem Click auf das Werbemittel – vergütet. Dieses Modell sehen wir als ergänzende Vermarktung zu einer Premiumvermarktung an und durch ständige Auslastung der Website mit renomierten Werbepartnern werten auch die Sitebetreiber ihre Seite optisch auf. Herr Balci, Brandeurope ist einer von ca. 50 Vermarkter von Werbeflächen auf Webseiten. Wodurch unterscheidet Brandeurope sich? Brand Europe bietet kein gewöhnliches „Clicknetzwerk“ wie es viele gibt. Durch das bisher wohl einzigartige Vergütungsmodell der Clickflatrate ist unser Netzwerk sehr lukrativ für unsere Sitebetreiber. Im Gegenzug erwarten wir qualitativ hochwertige Websites, die diverse Anforderungen erfüllen müssen um ins BEPNetwork aufgenommen zu werden. Wir bieten also performanceorientierte Werbung in einem qualitativ hochwertigen Umfeld. Zudem gestalten wir das Modell durch ein realtimebasiertes Login für unsere Kunden absolut transparent. Herr Balci, Sie bieten Websitebetreibern eine „Cickflatrate“ was verbirgt sich dahinter? Flatrates sind derzeit in aller Munde. Die Brand Europe GmbH hat bereits 2006 das BEPNet ins Leben gerufen. Anders als bei vielen anderen Vermarktern bieten wir unseren Kunden ein absolut unkompliziertes und völlig transparentes Vergütungsmodell in Form einer Clickflatrate an. Konkret bedeutet dies, dass wir unseren Websites pro erfolgtem Click und unabhängig vom Werbekunden 20 Cent gutschreiben. Diese überdurchschnittlich hohe Ausschüttung ermöglicht es uns wiederum, performanceorientierte Werbung auf hochwertigen Sites zu schalten. Was unterscheidet Werbung auf Preisportalen von Werbung auf anderen Portalen? Preisportale sind für viele Werbetreibende deshalb so interessant, weil Ihre User eine konkrete Kaufabsicht hegen und die Wahrscheinlichkeit eines Leads somit deutlich höher ist als auf vielen anderen Portalen. Zudem informieren sich immer mehr User vor einem Kauf im Internet und Preisportale rücken immer mehr in den Mittelpunkt wenn die Kaufentscheidung näher rückt. Daher darf auch der Brandingeffekt auf Preisportalen nicht außer Acht gelassen werden. Herr Balci, beschreiben Sie kurz den Aufwand (zeitlichen und technische Anforderungen) für einen Publisher wenn Sie seine Werbeflächen vermarkten? Der Aufwand für eine Vermarktung durch die Brand Europe GmbH ist denkbar gering. Der Publisher meldet seine Site unter http://www.brandeurope.de an, wir überprüfen die Site hinsichtlich Ihrer Qualität und anschließen bekommt der Publisher einen Login zu unserem System, sowie die gewünschten HTML-Codes für die Werbeflächen. Diese müssen dann nur noch in die Seite oder (falls vorhanden) ein eigenes AdServersystem eingepflegt werden und schon ist die Site aktiv in der Vermarktung. Herr Balci, ab welchen Kennzahlen ist ein Publisher für Sie interessant? Mit welchen zusätzlichen Erlösen kann ein Preisportalbetreiber rechnen, der beispielsweise aktuell 500.000 PI hat? Wir vermarkten Sites ab einer Mindestgröße von 100.000 Seitenaufrufen pro Monat. Bei performanceorientierter Werbung ist es immer schwer eine realistische Umsatzprognose zu geben, da man keinen Einfluss darauf hat, wie sich die User verhalten und wie sie auf die Werbung reagieren. Clickraten fluktuieren je nach Kampagne von 0,1 bis 1%. Wichtig ist, dass unser Angebot eine herkömmliche Vermarktung „lediglich“ ergänzt. Hier arbeiten wir beispielsweise mit unserem Partner der ADselect GmbH zusammen, welche im Segment der Premiumvermarktung angesiedelt ist. Nach unseren Recherchen für den Branchenführer Preisvergleichsportale haben 137 Preisportale keinen Vermarkter. Doch nur wenig Vermarkter haben Preisportale in Ihrem Portfolio. Woran liegt das? Das ist eine gute Frage. Vermutlich fehlt einigen Portalen doch noch die Bekanntheit bzw. die Vermarkter konzentrieren sich zu sehr auf die Portale mit sehr hohem Bekanntheitsgrad. Diese Sicht wäre m.E. allerdings sehr kurzsichtig und lässt die rasante Entwicklung im Medium Internet völlig unberücksichtigt. Bei Brand Europe sind Preisportale immer herzlich willkommen! Der nicht vermarktete Bannerplatz von gestern ist verlorenes Geld für den Publisher. Welche Rolle spielen hier die Restplatzvermarkter? Wie bereits erwähnt wertet eine qualitativ hochwertige Restplatzvermarktung die Website auch optisch auf. Weiße Werbeflächen lassen eine Seite schnell verwaist aussehen. Zudem bringen Restplatzkampagnen auch ein angenehmes Grundrauschen und es wäre töricht, darauf zu verzichten. Ein großer „Konkurrent“ im Bereich der Restplatzvermarktung ist natürlich das wohl jedem bekannte Google AdSense Programm. Wir haben allerdings die Erfahrung gemacht, dass diese beiden Produkte sich auch exzellent ergänzen können. Hier spielt die „optische Abwechslung“ auf der Website eine große Rolle. Das Interesse des Users wird so vermehrt auf die Werbung gelenkt. Besucher von Preisvergleichsportalen suchen häufig direkt ein konkretes Produkt eines bestimmten Herstellers. Ein ideales Webeumfeld für Herstellerwerbung. Trotzdem gibt es wenig Herstellerwerbung auf Preisportalen. Viele Hersteller zahlen ihren Händlern Werbekostenzuschüsse. Wie könnte ein Vermarktungskonzept aussehen um diese Budgets ins Online-Business zu ziehen? Es gibt zwei Möglichkeiten, an Budgets zu kommen. Eine Option ist, dass der Hersteller bereits Online-Budgets über eine Agentur freisetzt. Hier haben wir als Vermarkter dann beste Kontakte zu den Agenturen und können die Budgets für affine Werbeflächen gewinnen. Ist ein Hersteller allerdings noch nicht im Online-Marketing aktiv, so muss der Vermarkter eine Direktkundenakquise betreiben um den Kunden so für die von ihm vermarkteten Websites zu gewinnen. Dieser Weg ist natürlich mit deutlich mehr Aufwand verbunden aber das ist es ja schließlich, wofür der Vermarkter seine Provision erhält. In unsere Analyse haben wir festgestellt, das junge Preisportale i.d.R. keinen Vermarkter haben, etablierte mittelgroße Preisportale zum Teil einen Vermarkter haben aber sehr erfolgreiche Preisportale insbesondere wenn diese mehrere Preisportale betreiben, häufig die Werbeplätze wieder in Eigenregie oder über Tochterunternehmen vermarkten. Mangelt es an attraktiven Serviceangeboten für die erste und letzte Zielgruppe? Bei der ersten Zielgruppe hängt viel von der Größe der Website ab. Ist eine Site zu klein, dann ist es kaum möglich, sie effizient zu vermarkten. Ab einer Größe von ca. 100.000 Seitenaufrufen im Monat sollte dies aber durchaus möglich sein. Große Portale hingegen wollen oft gar keine externe Vermarktung. Sie nutzen ihre Markstellung um direkt mit den Kunden und Agenturen in Kontakt zu treten. Dies erfordert natürlich entsprechende Kontakte und Manpower – Faktoren die oft unterschätzt werden. Ich denke aber nicht, dass es an der Attraktivität der Serviceangebote liegt. Falls doch, dann hatten diese Portale schlicht den falschen Vermarkter im Boot gehabt. Könnte ein spezieller Preisportalchannel, in dem Beispielsweise viele junge Preisportale gebündelt werden ein Ansatz sein diese frühzeitig als Kunden zu binden? Das ist in jedem Fall eine Möglichkeit. Ein Channel in diesem Bereich ist für den Werbekunden genau so viel wert wie gute einzelne Websites. Hier wird eine identische Zielgruppe angesprochen und daher wäre für den Kunden garantiert, dass seine Werbung hier „funktioniert“. In den letzten Jahren gab es einen Trend zu immer größeren möglichst animierten Bannern. Ist das immer beliebter werdende Videoformat die Ablösung des klassischen Banners? Wie sehen Sie den Markt in 1-2 Jahren? Die Internetanbindungen der User werden immer besser und dies gibt den Kreativen neue Möglichkeiten. Videostreaming, Werbemittel mit Sound und übergroße Werbeformate sind keine Seltenheit mehr, sollten aber auch ihren Preis haben. Die Brand Europe GmbH arbeitet derzeit nur mit den klassischen Standardformaten und hier stellen wir immer häufige fest, dass der Fullsizebanner (468x60 Pixel) immer mehr durch den BigSizebanner (728x90 Pixel) abgelöst wird. Dennoch werden die klassischen Banner Ihren Platz weiterhin behalten, denn ihre Aufdringlichkeit dem User gegenüber ist vergleichsweise gering und immer mehr Portalbetreiber legen wert darauf, den Kunden zwar mit adäquater Werbung zu versorgen, ihn aber nicht mit selbiger über zu strapazieren. Bestes Beispiel ist hier der ContentAD. Fest in den Context der Seite integriert ist er enorm effizient und unaufdringlich zugleich. Als einer der ersten Preisvergleicher bieten eVendi.de Videocast - Eine Mischung aus Information und Entertainment- an. Im Teleshoppingstil führen charmante Moderatorinnen durch ein Thema. Welche Möglichkeiten sehen Sie für Vermarkter mit diesen Formaten? Dieser Schritt schließt wohl die kleine Lücke zwischen TV- und Online-Werbung, denn bald werden wir wohl auch im Internet neben den klassischen Bannern aufwendige Werbespots sehen. Allerdings könnte ich mir vorstellen, dass es noch etwas Zeit in Anspruch nehmen wird, bis die Branche sich darauf eingestellt hat und auch entsprechende Werbemittel für diese Werbeflächen produziert. Ein großes Thema auf der OMD war die Auslieferung von individualisierter Online-Werbung. Durch das Verhalten der Nutzer bei der Preissuche kann sehr leicht ein individuelles Profil erstellt und passende Werbung zugeordnet werden. Wie können Preisportale diesen Trend für sich nutzen? Das Internet als Werbemedium bietet ohnehin schon eine Zielgruppenansprache von der andere Medien nur träumen können. Preisportale gehören innerhalb dieses Mediums zu den Werbeträgern, die Streuverluste noch weiter minimieren können. Je genauer Informationen ein Portal über seine Nutzer hat, desto interessanter wird natürlich eine Werbeschaltung, denn der Werbetreibenden erhält bei gleichem Budget qualitativ hochwertigere Kontakte (dies setzt natürlich eine gewisse Größe des Portals voraus, da die Zielgruppe ansonsten viel zu gering ausfällt). Aus dieser Tatsache Nutzen für das Preisportal zu schlagen sollte Aufgabe eines guten Vermarkters sein. Herr Balci, vielen Dank für das Interview. Gesprächspartner war Thomas von Hören Herr Yildirim Balci hat an der Gerhardt Mercator Universität Duisburg Wirtschaftswissenschaft mit Schwerpunkt Marketing studiert. Danach war er Marketing & PR Manager bei der Falk eSolutions AG und Marketing & Technical Account Manager bei der ADselect GmbH. Seit Oktober 2004 ist er Geschäftsführer der Brand Europe GmbH. |
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Interview mit Yildirim Balci Geschäftsführer der Brand Europe GmbH über sein Vergütungsmodell „Clickflatrate“ die Besonderheiten bei der Vermarktung von Preisportalwerbeflächen und die Vorteile eines speziellen Preisportalchannel. 
